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Heilmittel: von Rohstoffen zum Kulturerbe Die Europäische Route der historischen Apotheken und Heilkräutergärten – Kulturroute des Europarates – ist eine geohistorische Reise zu symbolträchtigen Orten, an denen umfangreiches Wissen über Heilmittel bewahrt wird. Dazu gehören Klosterapotheken, alte Apotheken, historische Bibliotheken sowie botanische und Heilkräutergärten in europäischen Regionen, in denen dieses Wissen historisch den interkulturellen und interreligiösen Dialog angeregt hat. Diese Orte dienen auch als Erinnerung an ein umfangreiches immaterielles Erbe, das wissenschaftliches, botanisches und medizinisches Wissen, überlieferte Handwerkskünste wie die der Apotheker und der Produzenten von Heilpflanzen – die für die Gesundheit der Europäer unverzichtbar sind – sowie traditionelles Wissen und Bräuche im Zusammenhang mit der Verwendung von pharmazeutischen Substanzen in verschiedenen Bereichen des menschlichen Lebens umfasst, seien sie spiritueller Natur oder nicht, wie Rituale, Kosmetik, Heilkunde und Kochen.

Heilmittel: vom Rohstoff zum Kulturerbe

Dieses immaterielle Kulturerbe verbindet viele europäische und außereuropäische Länder durch gemeinsame Geschichten rund um Heilmittel, die seit der Antike den Handel antreiben, den Dialog zwischen den Kulturen fördern und die Verbreitung von Praktiken und Wissen begünstigen, die geopolitische Grenzen überschreiten. Als Zeugnis dieser gemeinsamen Erinnerung können wir uns heute auf ein bedeutendes materielles Erbe stützen (alte Apotheken und historische Apotheken, Apothekensammlungen, Herbarien, Rezeptbücher, Apothekenmöbel usw.), das im Rahmen der Route Gegenstand von Erhaltungs-, Aufwertungs- und Verbreitungsbemühungen ist.

 

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